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IEC/EN 60825-1 · Klassen 1 bis 4

Lasersicherheit und CE-Kennzeichnung

Handgeführte Laserschweiss- und Laserreinigungsgeräte, Forschungslabore, Gravur- und Schneidanlagen, ästhetische Geräte: Jede Laseranwendung hat ihre Risiken und ihre Regeln. Säfeli misst und klassifiziert Ihre Laser nach IEC/EN 60825-1, prüft die Schutzeinrichtungen, erstellt die CE-Dokumentation und schult Ihre Teams.

Klassifizierung nach IEC 60825-1
Klassen 1 bis 4
Gefährliche Reflexionen beim Laserschweissen
49,4 m
Harmonisierte europäische Änderung
A11:2021
FDA, US-Markt
Notice 56

Ihre Anwendungen

Vier Laseranwendungen, vier Wege zur Sicherheit

Vom handgeführten Schweissgerät bis zum Forschungslabor: Jede Anwendung hat ihre Risiken, ihre Rechtsvorschriften und ihre Fragen. Diese begleiten wir.

Schweisser mit Laserschutzvisier arbeitet mit einem handgeführten Laserschweissgerät hinter Schutzvorhängen
Laserschweissen und Laserreinigung

Handgeführte Lasergeräte: Schweissen, Reinigen, Entschichten

Handgeführte Laserschweiss- und Laserreinigungsgeräte haben sich in wenigen Jahren verbreitet. Es sind Laser der Klasse 4 mit unsichtbarem Strahl: Nach Messungen des METAS, die die Suva zitiert, können ihre Reflexionen die Augen beim Schweissen bis in 49,4 m und beim Reinigen bis in 22 m Entfernung gefährden. Ob Hersteller, Importeur oder Anwender: Wir prüfen die Konformität des Geräts und die Sicherheit seiner Verwendung.

Was Sie erhalten

  • Maschinenkonformität: Erklärung, Betriebsanleitung, Klasse, Kennzeichnung
  • Sicherheitsfunktionen: Schlüssel, Not-Halt, Auslöseschutz, Faserbruch
  • Laserüberwachungsbereich, Schutzwände und -vorhänge, Schutzausrüstung
  • Schulung der Schweisser und des Laserschutzbeauftragten (auf Französisch)

Referenzen

  • EN ISO 11553-2:2008
  • EN 12254*
  • Suva 67205 (2026)
Schulung Lasersicherheit (auf Französisch)
Eingang eines Laserlabors mit eingeschalteter Warnleuchte und Schutzbrillen, kleine Gruppe von Forschenden in einer Schulung
Forschung

Forschungslabore und Hochschulen

Optische Tische, Femtosekundenlaser, durchstimmbare Quellen: Im Labor sind die Strahlen oft offen, und die Aufbauten ändern sich ständig. Laser der Klassen 3B und 4 gehören dort zu den besonderen Gefährdungen: Wir unterstützen die Verantwortlichen dabei, die Risiken zu beurteilen, Laserbereiche abzugrenzen, Schutzbrillen auszuwählen und die Forschenden sowie den Laserschutzbeauftragten zu schulen.

Was Sie erhalten

  • Risikobeurteilung je Laserarbeitsplatz (NOHD, Reflexionen)
  • Sicherheitskonzept, Laserbereiche und Signalisation
  • Auswahl der Laserschutzbrillen
  • Schulung der Forschenden und des Laserschutzbeauftragten (auf Französisch)

Referenzen

  • Suva 66049
  • EKAS-Richtlinie 6508
  • IEC TR 60825-14:2022
Schulung Lasersicherheit (auf Französisch)
Lasergravur eines Uhrengehäusebodens in einer geschlossenen Markierstation, Uhrenatelier
Gravieren und Schneiden

Anlagen zum Markieren, Gravieren und Schneiden

Uhrenindustrie, Mikrotechnik, Medtech: Markieren von Gehäusen, Gravieren von Zifferblättern, Schneiden und Mikrobearbeitung von Teilen. Eine Quelle der Klasse 4, eingeschlossen in einer Maschine der Klasse 1: Wir prüfen die Laserschutzwände, die Verriegelungen und deren Performance Level, in der Produktion wie in der Wartung, und erstellen die CE-Dokumentation der Maschine.

Was Sie erhalten

  • Risikobeurteilung nach EN ISO 12100 und EN ISO 11553-1
  • Beurteilung der Laserschutzwände und Verriegelungen (PL)
  • Klassifizierung der Maschine in Produktion und Wartung
  • Technische Dokumentation und EU-Konformitätserklärung

Referenzen

  • EN ISO 11553-1:2020
  • IEC 60825-4:2022
  • EN ISO 13849-1
CE-Kennzeichnung von Maschinen
Fachfrau führt eine Laser-Haarentfernung durch, die Kundin trägt eine Schutzbrille
Ästhetik

Ästhetische Geräte: Haarentfernung, Tattooentfernung, Hautbehandlung

Laser und Geräte mit intensivem gepulstem Licht für Haarentfernung, Tattooentfernung oder Hautverjüngung fallen auch ohne medizinische Zweckbestimmung unter die Medizinprodukteverordnung, mit eigenen gemeinsamen Spezifikationen. Wir begleiten Hersteller und Händler, von der Laserklassifizierung bis zur technischen Dokumentation.

Was Sie erhalten

  • Laserklassifizierung und Risikobeurteilung
  • Prüfung der anwendbaren gemeinsamen Spezifikationen
  • Betriebsanleitung, Kennzeichnung und technische Dokumentation

Referenzen

  • Verordnung (EU) 2017/745, Anhang XVI
  • Durchführungsverordnung (EU) 2022/2346
  • IEC 60601-2-22 Ausg. 3.1
Medizinprodukte

Unsere Laserleistungen

Laserklassen

Die Laserklassen von 1 bis 4

Die Klasse hängt von der zugänglichen Strahlung, der Wellenlänge und der Expositionsdauer ab. Sie bestimmt die Schutzeinrichtungen, die Schilder und die Vorsichtsmassnahmen für den Benutzer.

  • Klasse 1

    Sicher bei bestimmungsgemässem Gebrauch, auch bei langem Blick in den Strahl, selbst mit optischen Instrumenten. Umfasst vollständig eingeschlossene Hochleistungslaser.

    Anhang C.2.1
  • Klasse 1M

    Sicher für das blosse Auge, aber nicht mit Fernglas oder Teleskop bei einem breiten, kollimierten Strahl.

    Anhang C.2.2
  • Klasse 1C

    Laser, der auf Haut oder Gewebe angewendet wird (Haarentfernung, Behandlungen): Die Exposition der Augen wird durch technische Mittel verhindert.

    Anhang C.2.3
  • Klasse 2

    Sichtbarer Strahl von 400 bis 700 nm, sicher bei kurzzeitiger Exposition. Nicht in den Strahl blicken; kann blenden.

    Anhang C.2.4
  • Klasse 2M

    Wie Klasse 2 für das blosse Auge, aber gefährlich, wenn man mit einem optischen Instrument in den Strahl blickt.

    Anhang C.2.5
  • Klasse 3R

    Kann bei direktem Blick in den Strahl die maximal zulässige Bestrahlung überschreiten, in den meisten Fällen mit geringem Risiko. Grenze: das Fünffache der Klasse 2 (sichtbar) oder 1 (unsichtbar).

    Anhang C.2.6
  • Klasse 3B

    Gefährlich für das Auge bei direktem Blick in den Strahl, auch kurzzeitig. Der Blick auf eine diffuse Reflexion ist normalerweise ungefährlich.

    Anhang C.2.7
  • Klasse 4

    Gefährlich für Auge und Haut, auch durch diffuse Reflexion. Oft besteht eine Brandgefahr.

    Anhang C.2.8

Klassifizierung

Ein Laserprodukt klassifizieren: was die IEC 60825-1 sagt

Die Klassifizierung ist die Grundlage der Dokumentation eines Laserprodukts: Sie bestimmt die Konstruktionsanforderungen, die Schilder und die Betriebsanleitung. Die IEC 60825-1, Ausgabe 3 von 2014, legt die Regeln dafür fest.

  • Der Hersteller ist verantwortlich

    Es ist Sache des Herstellers, sein Laserprodukt korrekt zu klassifizieren. Unser Bericht dokumentiert die Klassifizierung und macht sie nachprüfbar.

    IEC 60825-1:2014, 4.2
  • Die höchste Klasse

    Die Klasse wird über den gesamten Betriebsbereich bestimmt, für die Kombination aus Leistung und Wellenlänge, die zur höchsten Klasse führt.

    IEC 60825-1:2014, 4.3
  • Der Einzelfehler zählt

    Die Beurteilung berücksichtigt jeden vernünftigerweise vorhersehbaren Einzelfehler im Betrieb, ermittelt durch eine Risikoanalyse.

    IEC 60825-1:2014, 4.3 und 5.1
  • Alle Anforderungen der Klasse

    Ein Produkt gehört nur dann zu einer Klasse, wenn es alle ihre Anforderungen erfüllt: Schutzeinrichtungen, Schilder und Informationen für den Benutzer.

    IEC 60825-1:2014, 4.3
  • Komponente oder Endprodukt

    Ein Laser, der als Komponente an einen anderen Hersteller verkauft wird, unterliegt nicht dem Teil 1: Klassifiziert wird das Endprodukt, ausser der Laser funktioniert auch ausgebaut.

    IEC 60825-1:2014, Abschnitt 1
  • Ausgenommenes Produkt

    Ein Produkt, das die Grenze der Klasse 1 unter keiner Bedingung von Betrieb, Wartung, Instandhaltung oder Fehler überschreitet, ist von den übrigen Anforderungen ausgenommen.

    IEC 60825-1:2014, Abschnitt 1

Quelle: IEC 60825-1:2014, Abschnitte 1, 4 und 5; in Europa EN 60825-1:2014 + A11:2021, im ABl. unter der Niederspannungsrichtlinie veröffentlicht (ABl. L 457 vom 21.12.2021).

US-Markt

Ein Laserprodukt in die USA exportieren

In den USA unterstehen Laserprodukte der FDA und dem Leistungsstandard 21 CFR 1040.10. Mit der Laser Notice 56 akzeptiert die FDA die Konformität mit den vergleichbaren Abschnitten der IEC 60825-1 Ausgabe 3 anstelle der entsprechenden Anforderungen. Das Produkt muss jedoch zertifiziert und gekennzeichnet sein, und für viele Produkte ist ein Bericht an die FDA erforderlich. Wir erstellen diese Unterlagen auf Grundlage derselben Dokumentation wie für die CE-Kennzeichnung.

Quellen: FDA, Laser Notice No. 56, aktualisiert am 21.02.2023; 21 CFR 1002.1, 1010.2, 1010.3 und 1040.10

Normen

Die Normen der Lasersicherheit

Die IEC 60825-1 legt die Klassifizierung und die Anforderungen für alle Laserprodukte fest. Je nach Anwendung kommen weitere Normen hinzu: Maschinen, handgeführte Geräte, Medizin und Ästhetik, Schutzwände, Schutzbrillen.

BereichNormGegenstand
LaserEN 60825-1:2014/A11:2021Sicherheit von Lasereinrichtungen: Klassifizierung und Anforderungen (IEC 60825-1:2014, Ausgabe 3)
LaserIEC 60825-2*Lichtwellenleiter-Kommunikationssysteme
LaserIEC 60825-4:2022Laserschutzwände, Ausgabe 3.0
LaserIEC TS 60825-13:2026Messungen zur Klassifizierung von Lasereinrichtungen
LaserIEC TR 60825-14:2022Leitfaden für Benutzer, Ausgabe 2
MaschinenEN ISO 11553-1:2020Laserbearbeitungsmaschinen: Sicherheitsanforderungen
MaschinenEN ISO 11553-2:2008Handgeführte Laserbearbeitungsgeräte: Schweissen, Reinigen
MaschinenEN ISO 12100:2010Allgemeine Gestaltungsleitsätze und Risikobeurteilung
MaschinenEN ISO 13849-1Sicherheitsbezogene Teile von Steuerungen (PL)
MedizinIEC 60601-2-22 Ausg. 3.1Chirurgische, kosmetische, therapeutische und diagnostische Lasergeräte
SchutzEN 12254*Abschirmungen an Laserarbeitsplätzen
SchutzEN 207*Laserschutzbrillen
SchutzEN 208*Laser-Justierbrillen
LEDIEC 62471*Photobiologische Sicherheit von Lampen und LED
ElektrischEN 61010-1 oder EN IEC 62368-1Elektrische Sicherheit des Geräts, je nach Produktfamilie

* Ausgabe für Ihr Projekt zu prüfen. Normen bleiben freiwillig; die Anwendung einer harmonisierten Norm, deren Fundstelle im Amtsblatt der EU veröffentlicht ist, begründet die Konformitätsvermutung für die von ihr abgedeckten Anforderungen. Für die EN 60825-1 ist die Kombination EN 60825-1:2014 + A11:2021 unter der Niederspannungsrichtlinie veröffentlicht. Der harmonisierte Status jeder Ausgabe ist im Amtsblatt der EU zu prüfen.

Anwendbare Rechtsvorschriften

Welche Rechtsvorschriften gelten für ein Laserprodukt?

Die IEC 60825-1 gilt für alle Laserprodukte; welcher europäische Rechtsakt sie vorschreibt, hängt vom Produkt ab. Wir klären dies im Erstgespräch.

  • Niederspannung 2014/35/EU

    Netzbetriebenes Laserprodukt: Die EN 60825-1 mit ihrer Änderung A11:2021 ist unter der Niederspannungsrichtlinie harmonisiert.

    Richtlinie 2014/35/EU; ABl. L 457 vom 21.12.2021
  • Allgemeine Produktsicherheit

    Batteriebetriebener Laser für Verbraucher: Er fällt nicht unter die Niederspannungsrichtlinie, sondern unter die Verordnung über die allgemeine Produktsicherheit.

    Verordnung (EU) 2023/988
  • Maschinenverordnung 2023/1230

    Laseranlage zum Markieren, Schneiden, Schweissen oder Reinigen: Maschinenverordnung ab dem 20. Januar 2027, mit der Normenreihe EN ISO 11553.

    Verordnung (EU) 2023/1230; IEC 60825-1, 9.3
  • Funkanlagen 2014/53/EU

    Lasersensor oder Lidar mit Funkverbindung: Die Lasersicherheit ist Teil von Artikel 3.1 a) der Funkanlagenrichtlinie (RED).

    Richtlinie 2014/53/EU, Art. 3 Abs. 1 Bst. a
  • Medizinprodukte und Ästhetik

    Medizinischer Laser: MDR. Laser zur Haarentfernung, Tattooentfernung oder Hautbehandlung: Anhang XVI der MDR, auch ohne medizinische Zweckbestimmung.

    Verordnung (EU) 2017/745, Anhang XVI, Nummer 5
  • Exposition der Arbeitnehmenden

    Der Arbeitgeber, der Laser einsetzt, bewertet die Exposition, trifft Schutzmassnahmen und informiert und unterweist die Arbeitnehmenden.

    Richtlinie 2006/25/EG, Art. 4 bis 6

Unser Vorgehen

Die Sicherheit Ihres Lasers in vier Schritten

  1. Erstgespräch

    Ihr Laser, seine Anwendung, Ihre Märkte und Ihr Zeitplan. 30 Minuten.

  2. Analyse

    Klasse, anwendbare Rechtsvorschriften, Anwendungsrisiken, vorzusehende Messungen und Prüfungen, Budget und Terminplanung.

  3. Messungen und Beurteilung

    Klassifizierung, Schutzeinrichtungen, Laserbereich, elektrische Sicherheit, Korrekturen mit Ihren Teams.

  4. Dokumentation und Schulung

    Bericht, technische Dokumentation und EU-Konformitätserklärung, Schulung Ihrer Teams (auf Französisch).

Schweizer Markt

Laser in der Schweiz: Produkt, Arbeit und Öffentlichkeit

Am Arbeitsplatz gehört der Einsatz von Lasern der Klassen 3B und 4 zu den besonderen Gefährdungen, für die der Arbeitgeber Spezialisten der Arbeitssicherheit beiziehen muss. Die Suva verlangt einen Laserschutzbeauftragten und bei handgeführten Geräten einen Laserüberwachungsbereich sowie geeignete Schutzausrüstung.

Für die Öffentlichkeit gilt die V-NISSG: Seit dem 1. Juni 2021 dürfen nur noch Laserpointer der Klasse 1 eingeführt, abgegeben oder besessen werden. Personen, die kosmetische Behandlungen mit Laser oder intensivem gepulstem Licht durchführen, müssen seit dem 1. Juni 2024 einen Sachkundenachweis besitzen; bestimmte Behandlungen sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Quellen: EKAS-Richtlinie 6508 (ASA), Anhang 1; Suva 66049 und 67205; V-NISSG; BAG.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Lasersicherheit

Ihr Laser wirft eine besondere Frage auf? Stellen Sie sie direkt einer Ingenieurin oder einem Ingenieur.

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Welche Regeln gelten für ein handgeführtes Laserschweiss- oder Laserreinigungsgerät?

Für Hersteller oder Importeur: Konformität mit der Maschinenrichtlinie (ab dem 20. Januar 2027 mit der Maschinenverordnung), Konformitätserklärung, Betriebsanleitung in der Landessprache mit Klasse, Leistung und Augensicherheitsabstand (NOHD), Schlüsselschalter, Not-Halt, Schutz gegen unbeabsichtigtes Auslösen und Faserbrucherkennung. Für den Anwender: Laserschutzbeauftragter, Laserüberwachungsbereich, Schutzwände oder Schutzvorhänge, Rauchabsaugung und zertifizierte Schutzausrüstung.

Quellen: Suva, Checkliste 67205 (Januar 2026); EN ISO 11553-2:2008

Braucht es einen Laserschutzbeauftragten?

Ja, in der Schweiz für den Einsatz von Lasern der Klassen 3B und 4: Sie gehören zu den besonderen Gefährdungen der EKAS-Richtlinie 6508, und die Suva verlangt die Bezeichnung eines Laserschutzbeauftragten, dessen Aufgaben die Geschäftsleitung festlegt. Das Gesetz schreibt keine bestimmte Ausbildung vor: Kurs, Instruktion durch den Hersteller oder Selbststudium. Wir schulen Laserschutzbeauftragte und Anwender.

Quellen: Suva 66049, 4.1; EKAS-Richtlinie 6508, Anhang 1

Braucht ein Laseraufbau im Labor die CE-Kennzeichnung?

In der Regel nicht: Ein Aufbau, den ein Labor für die eigene Forschung konzipiert, wird nicht in Verkehr gebracht, und eine Maschine, die speziell für Forschungszwecke gebaut und vorübergehend im Labor verwendet wird, ist von der Maschinenverordnung ausgenommen. Die Sicherheit der Forschenden bleibt hingegen Pflicht: Risikobeurteilung, Laserbereich, Schutzeinrichtungen und Schulung.

Quellen: Verordnung (EU) 2023/1230, Art. 2 Abs. 2 Bst. m; Suva 66049

Welche Regeln gelten für Laser zur Haarentfernung oder Tattooentfernung?

Für den Hersteller: Diese Geräte fallen auch ohne medizinische Zweckbestimmung unter die Medizinprodukteverordnung (Anhang XVI), mit eigenen gemeinsamen Spezifikationen für Laser und intensives gepulstes Licht. In der Schweiz müssen Personen, die solche Behandlungen durchführen, seit dem 1. Juni 2024 einen Sachkundenachweis besitzen, und bestimmte Behandlungen sind Ärztinnen und Ärzten vorbehalten.

Quellen: Verordnung (EU) 2017/745, Anhang XVI, Nummer 5; Durchführungsverordnung (EU) 2022/2346; V-NISSG; BAG

Wer bestimmt die Klasse eines Laserprodukts?

Der Hersteller. Die IEC 60825-1 weist ihm die Verantwortung für die Klassifizierung zu. Sie beruht auf der Messung der zugänglichen Strahlung unter allen Betriebsbedingungen, einschliesslich eines vernünftigerweise vorhersehbaren Einzelfehlers, im Vergleich mit den Grenzwerten der zugänglichen Strahlung jeder Klasse. Wir führen diese Messungen durch und dokumentieren die Klassifizierung in einem Bericht.

Quellen: IEC 60825-1:2014, 4.2, 4.3 und Abschnitt 5

Welche Norm gilt in Europa für die Lasersicherheit?

Die EN 60825-1:2014 mit ihrer europäischen Änderung A11:2021, die die IEC 60825-1:2014 (Ausgabe 3) übernimmt. Die kombinierte Fundstelle ist seit dem 21. Dezember 2021 unter der Niederspannungsrichtlinie im Amtsblatt veröffentlicht; die EN 60825-1:2014 allein begründet seit dem 21. Juni 2023 keine Konformitätsvermutung mehr.

Quellen: Liste der harmonisierten Normen zur Richtlinie 2014/35/EU (ABl. L 457 vom 21.12.2021)

Was ist der Unterschied zwischen den Klassen 3R, 3B und 4?

Die Klasse 3R kann bei direktem Blick in den Strahl die maximal zulässige Bestrahlung überschreiten, in den meisten Fällen jedoch mit geringem Risiko. Die Klasse 3B ist für das Auge bei direktem Blick gefährlich, auch kurzzeitig; diffuse Reflexionen sind normalerweise ungefährlich. Die Klasse 4 ist für Auge und Haut gefährlich, auch durch diffuse Reflexion, und birgt oft eine Brandgefahr. Entsprechend steigen die Konstruktionsanforderungen: Schlüsselschalter, Anschluss für eine Fernverriegelung, Emissionswarnanzeige, Strahlfänger.

Quellen: IEC 60825-1:2014, Anhang C.2 und Abschnitt 6

Mein Produkt enthält ein Lasermodul: Muss ich es klassifizieren?

Ja, klassifiziert wird das Endprodukt, nicht die Komponente. Das Modul kann je nach Integration die Klasse wechseln: Optik, Steuerung, Fehlerbedingungen. Überschreitet das Produkt die Grenze der Klasse 1 unter keiner Bedingung, ist es von den übrigen Anforderungen der Norm ausgenommen, doch dies muss nachgewiesen werden können.

Quellen: IEC 60825-1:2014, Abschnitt 1 und 4.3

Sind Laserpointer in der Schweiz verboten?

Ja, ausser in der Klasse 1. Seit dem 1. Juni 2021 sind Einfuhr, Durchfuhr, Anbieten, Abgabe und Besitz von Laserpointern der Klassen 1M, 2, 2M, 3R, 3B und 4 verboten. Diese Regeln ergeben sich aus der V-NISSG, die seit dem 1. Juni 2019 in Kraft ist.

Quellen: V-NISSG; BAG, Laserpointer

Welche Schilder gehören auf ein Laserprodukt?

Das hängt von der Klasse ab. Klassen 1 und 1M: ein Hinweisschild, das der Hersteller auch in die Benutzerinformationen aufnehmen kann. Ab Klasse 1C: das Laserwarnsymbol und ein Hinweisschild. Je nach Klasse kommen das Schild an der Austrittsöffnung, die Angaben zur emittierten Strahlung und zur angewandten Norm sowie die Schilder an Zugangsabdeckungen hinzu. Ein ausgenommenes Produkt unterliegt diesen Anforderungen nicht.

Quellen: IEC 60825-1:2014, Abschnitt 1, 7.2 und 7.3

Wie verkauft man ein Laserprodukt in den USA?

Laserprodukte unterstehen dort der FDA und dem Leistungsstandard 21 CFR 1040.10. Mit der Laser Notice 56 akzeptiert die FDA die Konformität mit den vergleichbaren Abschnitten der IEC 60825-1 Ausgabe 3 anstelle der entsprechenden Anforderungen. Das Produkt muss zertifiziert und gekennzeichnet sein, und für viele Produkte ist ein Bericht an die FDA erforderlich.

Quellen: FDA, Laser Notice No. 56 (21.02.2023); 21 CFR 1002.1, 1010.2, 1010.3 und 1040.10

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